Mathematische Probleme anschaulich erklären

Einmal im Einsatz, möchte diesen Mathe-Werkzeugkoffer keine Lehrperson auf der Primarstufe mehr missen. Erklären Sie mathematische Probleme anschaulich und halbautomatisch für alle sichtbar am Beamer oder interaktiven Whiteboard. Die Einstellungsmöglichkeiten sind etwas versteckt aber vielfältig.

 

Für interaktives Whiteboard oder Beamer

Egal ob Sie zu den „auserwählten“ Lehrpersonen gehören, welche im Schulzimmer ein interaktives Whiteboard ihr eigen nennen dürfen oder ob Sie einen Laptop an einen Beamer anschliessen: Als Mathematik-Lehrperson auf der Primarstufe sollten Sie sich dieses Online-Tool der Houghton Mifflin Harcourt Publishing Company noch heute in die Favoritenliste Ihres Browsers speichern. Die Bedienung ist touch-optimiert und für Whiteboards gedacht, eine Computermaus tut’s aber auch.

 

Tools zu vielen Themen der Mathematik

Die Werkzeugsammlung gibt Lehrpersonen in zehn Hauptthemen und dutzenden Unterbereichen wirklich effektives Anschauungsmaterial an die Hand:

  • Zählen (US)
  • Dezimale Systemblöcke (US & MS)
  • Zahlenstrahl (US & MS)
  • Zahlenfelder (US & MS)
  • Diagramme (MS)
  • Brüche (MS)
  • Geometrie (MS)
  • Masseinheiten (US & MS)
  • Algebra (US & MS & OS)
  • Wahrscheinlichkeiten (MS)

(US: 1.-3. Klasse; MS: 4.-6. Klasse; OS: 7.-9. Klasse)

Oft erscheinen die Tools auf den ersten Blick zu simpel. Doch dieser Eindruck täuscht. Gestartet wird stets das Basistool. Oben rechts lassen sich zahlreiche spezifische Problemstellungen auswählen, zu welchen das Werkzeug Optionen und Anschauungen bietet. Ganz unten links ragen meist ebenfalls Tabs heraus, welche gerne übersehen werden. Dahinter verstecken sich nochmals völlig neue Möglichkeiten. Über die Einstellungen kann man das Problem schnell an die eigenen Anforderungen anpassen. So wird der scheinbar nutzlose Zahlenstrahl auf der Mittelstufe schnell zum Bruch- oder Dezimalzahlen-Strahl.

 

Englische Sprache ist kein Hindernis

Dass die Werkzeuge nur in englischer Sprache verfügbar sind, soll nicht weiter stören. Mit einem Minimalwortschatz lässt sich das intuitive Programm bedienen. Die Entwickler haben bei den Masseinheiten sogar an das metrische System gedacht. Dieses muss aber eingestellt werden. Obacht: Das Tool verwendet Kommata zur Trennung von Tausendern, was die Kinder verwirren kann.

 

Anwendungsbeispiele

Schnell zeigt sich, dass die Anwendungen einführende Erklärungen der Lehrperson unterstützen. Da die ganze Klasse auf den grossen Screen sehen kann, braucht die Lehrperson die Übungen nicht mehrmals an kleinere Gruppen mit dem Schülermaterial zu zeigen. Folgend beschreibe ich drei von vielen Möglichkeiten, wie die Werkzeugsammlung angewendet werden kann.

Operationen mit Brüchen: Das Tool arbeitet halbautomatisch. Sie bestimmen die Operation und die Brüche. Für jeden Arbeitsschritt gibt es einen Button, das Tool führt die Abläufe dann jeweils automatisch durch, stoppt aber wieder vor dem nächsten Arbeitsschritt. Das schafft Platz für Ihre Erklärungen. Ob Kürzen oder Brüche auf den gleichen Nenner bringen, das Tool stellt es optisch verständlich dar. Hervorragend gelungen finde ich die Darstellung der Multiplikation zweier Brüche.

Geometrie: Geometrische Körper können gedreht und gewendet werden, Ansichten abfotografiert oder Ecken gezählt werden.

Dezimale Systemblöcke: Egal, welche Operation Sie erklären, das Tool kann wild gesetzte Blöcke übersichtlich ordnen und nach der Operation gar aufräumen. Das heisst, per Knopfdruck „wandelt“ es gut sichtbar zehn kleine Blöcke in einen grösseren um.

 

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

Zu jedem Thema lassen sich auch Aufgaben erstellen, welche die Schülerinnen und Schülern am Whiteboard lösen.

Auch können die Tools zum wilden Experimentieren, Testen und Üben an den Schülercomputern betrieben werden.

 

Fazit

Die Werkzeugsammlung nimmt einige Einarbeitungszeit in Anspruch, damit man auch aus dem Vollen schöpfen kann. Sinnvoll eingesetzt, wird sie sicher jede Lehrperson dann und wann beim Lehren von komplizierten Sachverhalten unterstützen. Natürlich sind mit zehn Themenbereichen noch nicht alle Mathematikthemen abgedeckt. Da ist noch Luft nach oben. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

 

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