Too Noisy: Die Lautstärke im Klassenzimmer visualisieren.

Der Kampf gegen die Lautstärke im Klassenzimmer kann auch mit Online-Tools aufgenommen werden. TooNoisy bringt sogar ein Belohnungssystem mit.

Schon im PDF-Magazin “iPhone im Unterricht” habe ich die App Too Noisy Pro vorgestellt. Seit einiger Zeit gibt es davon auch eine kostenlose Online-Version mit eingeschränktem Funktionsumfang. Nun hat der Hersteller die beliebten Funktionen der Handy-App auch für die Web-App nachgeliefert. Leider sind sie nur in der kostenpflichtigen Pro-Version verfügbar, welche auf einem kleinen jährlichen Betrag basiert. Eine Betrachtung ist es aber allemal wert.

 

Basis-Funktionen

Vorneweg: Das Tool funktioniert momentan nur auf den Browsern Chrome, Firefox und Opera. Ein externes Mikrofon in der Raummitte ist von Vorteil, aber auch das interne Mikrofon des Computers arbeitet erstaunlich gut. In den Einstellungen Ihres Computers sollte das Mikrofon ganz hochgeschraubt sein. Die Sensitivität und zeitliche Verzögerung lässt sich im Tool selbst einstellen. Der Klasse wird mit dem Tool die Lautstärke visualisiert. Dabei lässt sich die Seite in Full-Screen betreiben. Damit sind auch schon alle Funktionen der kostenlosen Web-App beschrieben.

 

Erweiterte Funktionen

Die wirklich spannenden Optionen gibt es in der kostenpflichtigen Pro-Version. Man kann aus zahlreichen verschiedenen Darstellungsformen auswählen. Geht die Lautstärke zu lange in den roten Bereich, so scheint das Glas des Bildschirmes zu zerspringen und es ertönt auf Wunsch ein Signal.

Wirklichen Mehrwert bietet die Option, Sterne zu verdienen. Bleibt die Lautstärke für eine zuvor definierte Zeit im grünen Bereich, so erhält die Klasse einen Stern dazu. Bei zu hoher Lautstärke können Sterne auch wieder verloren werden. Gelingt es der Klasse, das zuvor definierte Ziel zu erreichen und Ihre ausgesetzte Belohnung zu erhalten?

 

App für iOS und Android

Die Handy-App bringt dieselben Features mit. Wer also sowieso sein Gerät an den Beamer oder das interaktive Board angeschlossen hat, kann sich die jährlichen Gebühren sparen und für einen vergleichsmässig sehr geringen Betrag die Pro-App erstehen.

 

Ablenkung

Die App kann Schülerinnen und Schüler von der Arbeit ablenken. Mit der Zeit gewöhnen sie sich aber an den Gebrauch. Vielleicht macht es auch Sinn, die App zwar angekündigt aber verdeckt zu verwenden. Für den Dauereinsatz ist sie nicht geeignet, zwischendurch kann sie aber helfen.

Die klassischen Lärmschutz-Kopfhörer sind eine gute Ergänzung zum Konzept eines ruhigen Lernklimas.

 

Alternativen

Ähnlich wie Too Noisy funktioniert das flashbasierte Browsertool Calm Counter. Auf manchen Geräten reagiert es gar sensibler.

Auch mit der Seite Bouncyballs kann man die Lautstärke visualisieren. Die bunten Animationen regen jedoch eher zu Geräuschen an. Vielleicht eignet sich der Einsatz eher für den Gesangsunterricht. Ich merke mir mal die Idee…

Für Smartphones und Tablets gibt es zahlreiche Alternativen. Wer eine App mit weniger Ablenkungspotential sucht, dem wird die kostenpflichtige Lärmampel Merlin gefallen. Sie ist schlicht gehalten und steht der App “Too Noisy Pro” in nichts nach.

Einen interessanten Ansatz verfolgt die App MyClassRules. Über das Game Center treten die Kinder gegen andere Klassen an. Für ruhige Phasen vergibt die App Punkte.

 

TooNoisy
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